Aluminium kleben

Oberfläche

Aluminium ist ein sehr schnell oxidierendes Material. Die Oxidschicht ist in sich spröde und porös. Sollen Festigkeitswerte über ca. 15N/mm2 (Bruchgrenze vom Aluminiumoxid) erreicht werden, muss die Oxidschicht entfernt und/oder ersetzt werden. Insbesondere bei klimatisch beanspruchten Aluminiumklebungen führt die poröse Oxidschicht zur Feuchtigkeitsunterwanderung der Klebung und somit längerfristig zur Ablösung des Klebstoffs. Beim Kleben von Aluminium für klimatisch beanspruchte Verbindungen ist somit eine Oberflächenvorbehandlung unerlässlich.

Vorbehandlung

  • Schleifen mit einem Schleiffließ oder Schmirgelpapier P 120 und Reinigen mit Aceton, MEK oder n-heptan. Kleben so schnell wie möglich, längstens 10 Minuten nach dem Schleifen.
  • Eloxal-Beschichtung: Je dicker die Eloxalschicht, desto mehr verdichtet sich diese. 5µm sind gut klebbar, jedoch ist diese Eloxalschicht nicht witterungsbeständig. Eine Eloxalschicht von 20µm ist witterungsbeständig, jedoch kritischer zu Kleben.
    Achtung: Es gibt viele Eloxaltypen, die unterschiedlich gut auf dem Aluminium haften. Die Eloxaloberfläche verändert sich auch im Laufe der Zeit, so dass frische Eloxalschichten besser klebbar sind als ältere. Diese Beschichtungen sind sehr gut mit Epoxid-Klebstoff direkt verklebbar oder mit elastischen Polyurethanklebstoffen, die mit silanisisierten Isocyanat-Primern eingesetzt werden. Auch MS-Polymere zeigen gute Hafteigenschaften auf Eloxal. 
  • Eine Beizpassivierung zum Beispiel mit Alodine 2040 oder eine Beschichtung mit Titan-Zirkon erzielt insbesondere mit dem Metallkleber / Epoxid-Klebstoff sehr gute und witterungsbeständige Ergebnisse.

In der Regel wird Aluminium vom Lieferanten mit entsprechenden Vorbeschichtungen angeboten.



Weitere Informationen zur Chemie der Klebstoffe:


Weitere Informationen zur den Metallkleber Anwendungen:

 

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